Kunst entsteht durch Handeln - Sabine Kächele

B A T I K

 

 

 

 

Kurse - Seidenmalerei + Batik

 

Kurs I: Seidenmalerei + Batik (Einstieg jederzeit möglich)

 

Samstag Vormittag von 10.00 - 14.00 Uhr

Kosten für 5 Termine: 195,-- € + Materialkosten

Kosten für 10 Termine: 390,-- € + Materialkosten

 


 

Kurs II: Seidenmalerei + Batik (Ferienprogramm)

 

1 Woche = 5 Tage  von 10.00 - 16.00 Uhr

Kosten für 5 Termine: 250,-- € + Materialkosten

Gerne auch "Mutter und Kind" (Kinder - 14 Jahren Kostenermäßigung 50%)

 

 


 

Die Kurse bieten Ihnen die Möglichkeit sowohl Seidenmalerei als auch die faszinierende Technik der Batik kennenzulernen.

 

Meine Workshops + Kurse nur auf Anfrage statt. Bilden Sie selbst eine Gruppe ab 2-4 Personen. Tel. 07125 309234 oder auf dem Kontaktformular>>>
































































Batiken - ein schönes altes Kunsthandwerk

 

Batik (javan. „mbatik“ = mit Wachs schreiben) ist ein ursprünglich aus Indonesien stammendes Textilfärbeverfahren, bei dem Muster und Verzierungen in Handarbeit mit flüssigem Wachs mit einem als Tjanting bezeichneten Werkzeug auf das Gewebe (Baumwolle, Leinen, Seide etc.) aufgezeichnet und somit abgedeckt werden, und daher bei dem darauf folgenden Färben des Stoffes im Farbbad nicht durchspült werden und damit ihre ursprüngliche Farbe beibehalten.

Meine Anfänge waren sehr einfach. Leichte Motive die ich meistens mittels Schablonen aufmalte oder von Bildern abmalte.

Bald jedoch genügte mir das nicht mehr. Ich begann eigene Motive zu fertigen und jetzt erst begann für mich die "wahre Batikkunst." Stunden, Tage verbrachte ich damit und sie faszinierte mich mehr und mehr. Eine Entwicklung nahm ihren Lauf.

Heute bedeutet "Batiken" für mich:

Ruhe, Meditation, Entspannung, Glück, Zufriedenheit.

 

Urlaubsimpressionen auf Batik festgehalten

 

Greece Sicilia

 

 

 

Sie interessieren sich für dieses faszinierendes Kunsthandwerk

 

Nachfolgend möchte ich Ihnen die Wachsbatik erklären bzw. etwas näher bringen.

 

Der Begriff Batik wird von dem javanischen Wort „amatik“ abgeleitet. Das bedeutet zeichnen, malen oder schreiben oder malaisch = gesprenkelt. Wie alt diese Kunst ist und wie sie nach Java gelangte, ist nicht bekannt. Doch noch heute ist das gebatikte Kleidungsstück für die Javanerin eine Kostbarkeit.

 

Nach Europa ist die Batik durch Kaufleute gekommen, die gebatikte Kleidungsstücke aus Indonesien mitbrachten. Später trat die Batik als Wandbehang in Erscheinung, sie wurde zum Bild. Jede Batik ist ein Unikat.

Ich mache überwiegend Batikbilder/Wandbehänge mit Wachs, dafür überlege ich mir zunächst einmal ein Motiv und die Größe der Batik. Ein Entwurf zu "Entwerfen" gehört zum Eigentlichen dieses Kunsthandwerkes.

 

Die Vorbereitung ist sehr spannend. Zunächst überlege ich mir ein Motiv. Ich überlege mir ein Thema und setze meine Gedanken, denen ich oft stundenlang nachhänge in eine Zeichnung um. Dann mache ich einen Entwurf daraus und wenn das Bild mit mir übereinstimmt, dann übertrage ich den Entwurf auf den Stoff. Hierfür hänge Motiv und Stoff ans Fenster und pause das durchscheinende Motiv ab.

 

Nun ist es gut zu überlegen, welche Farben ich wähle. Dabei ist es wichtig, dass ich die Farbenlehre Farbkreis nach Prof. Johannes Itten   beherrsche bzw. davon gebrauche mache; denn Batiken werden gefärbt und überfärbt. Ich muss wissen, welche Farbe entsteht, wenn ich z. B. nach Gelb die Farbe Rot wähle – es entsteht “Orange”.

 

Steht der Entwurf auf dem Stoff und hat sich für ein Farbschema entschieden, setzt man die Arbeit fort, indem die Muster mit heißem, flüssigen Wachs „gemalt“ werden.

 

Hierfür besitze ich einen elektrischen Wachs Schmelzer.

 

Ich verwende Mischwachs aus Bienenwachs und Paraffin. Möchte ich ein ruhiges Bild mit feinen Mustern wie Blumen und Linien, dann ist der Bienenwachsanteil höher. Umgekehrt entstehen zu viele Krakeluren und würden das feine Bildmotiv unruhig wirken lassen. Möchte ich viele Krakeluren, dann erhöhe ich den Paraffinanteil.

 

Ist das Wachs geschmolzen, wird es mit einem Pinsel (die Größe richtet sich nach der zu reservierenden Fläche) oder einem Tjanting auf den Stoff auf die Stellen aufgetragen, die bei der fertigen Batik weiß bleiben sollen. Nach dem Auftragen kühlt das Wachs sehr schnell ab und erstarrt. An diesen Stellen wird der Stoff somit wasserundurchlässig und die abgedeckte (reservierte) Fläche behält beim Eintauchen in ein kaltes Farbbad ihre ursprüngliche Farbe.

 

Der Tjanting ist ein kleines spezielles Gerät mit einem feinen Ausfluss ab ca. 0,3 mm.

 

Mit der Tülle holt man das flüssige Wachs aus dem Topf und mittels des Ausflusses fließt es auf den Stoff, wobei man sehr aufpassen muss. Das Wachs fließt unaufhörlich aus der Tülle und es kann schon mal passieren, dass Wachs auf den Stoff tropft, wo man es gar nicht haben möchte. Doch für feine Linien und kleine Flächen ist der Tjanting unabdingbar.

 

Nach dem Färben ist der Stoff also einheitlich gefärbt, bis auf die Stellen, die man vorher weiß reserviert hat. Bevor man weitermachen kann, muss der Stoff nun erst einmal trocknen. (Aber bitte nicht auf der Heizung oder mit einem Fön! das Wachs würde schmelzen und verlaufen!) Nach dem Trocknen werden erneut die Flächen mit Wachs abgedeckt, deren Farbe erhalten bleiben soll. Dieser Vorgang (Wachsen, Färben, Trocknen) wird so oft wiederholt, bis das gewünschte Motiv gefertigt ist. Beim Wachsen bzw. Färben wird von der hellsten bis zur dunkelsten Farbe gearbeitet, da sich jede Färbung mit der vorherigen Farbe vermischt. Man beginnt beispielsweise mit Gelb oder beige und die letzte Farbe wäre dann braun oder schwarz.

 

Ich beachte die Farblehre indem ich von warmen Farben oder kalten Farben unterscheide

 überwiegend kalte Farben      plus Komplementärfarben

 

überwiegend warme Farben   

Ist die letzte Färbung abgeschlossen (meistens schwarz), wird das Wachs zwischen saugfähigem Papier aus dem Stoff durch Bügeln entfernt. Das lässt sich bei dünnen Stoffen wie Seide oder feine Baumwollbatist verwirklichen. Bei dicken Stoffen Nessel, Baumwolle, Leinen gebe ich die Batiken in die Reinigung.

 

Danach ist es unheimlich spannend. Denn erst jetzt sehe ich wie meine Batik geworden ist.

 

Als charakteristisches Merkmal der Batik gelten die Krakeluren (dunkle Brüche in den hellen Farben), die dadurch entstehen, dass der Farbstoff durch die Bruchstellen in der Wachsreservierung eindringen kann. Und wie schon erwähnt bekomme ich besonders viele Krakeluren, wenn ich überwiegend Paraffin verwende.

 

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